Alles, was man sehen oder erfassen kann, ist ein Nomen und wird gross geschrieben

Herausgegeben vom Kunstraum Walcheturm, unterstützt von der Dr. Georg und Josi Guggenheim-Stiftung.
Mit einem Text (dt./engl.) von Bice Curiger.
Gestaltung: Benjamin Roffler
72 Seiten, mit 57 Abbildungen
Paperback, 20,4 × 25,5 cm
2010
ISBN 978-3-907474-80-8
CHF 32.– / EUR 26.–

«Alles, was man sehen oder anfassen kann, ist ein Nomen und wird gross geschrieben», so lautet der vollständige Titel: In Esther Kempfs Welt werden Milchtropfen zu Autos, Plastikdreiecke zu Strassen, Abflussstöpsel und abgerissene Tapeten zu imaginären Tischen, und Licht transformiert sich zu soliden Objekten. Ihr zentrales Thema ist die Wahrnehmung; ihre komplexen und mehrschichtigen Arbeiten und Installationen beschäftigen sich mit deren optischen Illusionen und Täuschungen, mit Richtungsänderungen, Licht und Schatten. Nicht den Objekten selber gilt das primäre Interesse der Künstlerin, sondern vielmehr dem Zusammenhang zwischen ihnen und ihrem Bezug zum Raum.
«Hier drückt sich jemand aus, der von den einfachsten Dingen des Alltags und der geschärften Beobachtung ausgeht. […] Solche Beobachtungen macht natürlich nur jemand, der wie Esther Kempf eine poetischliebevollironische Einstellung zu all den Grauzonen des Alltagsgeschehens besitzt. Und so hat sie denn neue kleine Monumente, eine Art povere Denkmäler geschaffen, für all die zu entdeckenden surrealen Wirklichkeiten, die uns überall umgeben und die wir nie beachten.» (Bice Curiger)