In acht Tagen von Konfektionsgröße 50 zu 54

Hrsg. von Flurina und Gianni Paravicini-Tönz.
Mit einem Text von Erwin Wurm und neun eingeklebten Farbblättern mit schwarzweissen Zeichnungen.
Gestaltung: Stephan Fiedler.
Hardcover mit Schriftprägung.
11,5 × 12,2 cm, 336 Seiten.
Auflage: 365 Exemplare, nummeriert und signiert.
2007
ISBN 978-3-907474-22-8
CHF 190.– / EUR 180.–

Der Wiener Künstler Erwin Wurm arbeitet seit Jahren daran, banale Gegen- und Zustände durch Anordnungen, Umformungen oder auch durch ein animiertes Mitwirken des Publikums ihrer Alltäglichkeit zu entheben und zur Skulptur werden zu lassen. Tische, Sofas, Kühlschränke und viele andere Dinge sind in seinen Ausstellungen oftmals die Hüllen, die durch die Kombination mit Worten, Zeichnungen und Deutungen – oder zum Beispiel in den «One minute sculptures» durch den die Anordnungen umsetzenden Betrachter – als Skulptur definiert werden.

Von einem Verwandlungsprozess handelt auch sein neues Buch. Es basiert auf einem Typoskript von 1993, als Wurm die Verwandlung des Körpervolumens bereits in dem Foto-Diptychon «Me/Me Fat» ansprach. Mit knappen Instruktionen, Speiseplänen und Rezepten schickt es uns auf eine Reise um den Bauch in acht Tagen: von der Konfektionsgrösse 50 zu 54. In unserem übersättigten Pendeln zwischen Schlankheitswahn und Übergewichtigkeit persifliert das kleine, dicke und sehr schöne Buch, eher ein Objekt als ein blosses Druckwerk, die Perversion des heutigen Esskults. Darüber hinaus macht es den Leser, falls er denn die Anweisungen mit gewünschter Wirkung befolgt, selbst zu einer von Erwin Wurms Skulpturen. Die Zeichnungen entstanden exklusiv für diese Ausgabe.