Rem

841 Unikate
Herausgeber akku Emmen
ISBN 978-3-906016-06-1
CHF 29.– / EUR 24.–

Ausgehend von einem Selbstporträt Rembrandts schuf Klodin Erb 29 unterschiedliche Interpretationen, die sich im Spannungsfeld von Figuration und Abstraktion bewegen. Das Selbstporträt, ein bedeutsames Thema der bildenden Kunst und von Malern immer wieder gern zur philosophischen Reflexion verwendet, erfährt bei ihr eine spielerische Neuinterpretation. Die Bildserie «REM» wurde in ihrer Ausstellung «Die Eulen sind nicht, was sie scheinen» in der Kunstplattform akku (Emmenbrücke / Luzern) zum ersten Mal gezeigt. Das dazu erschienene Künstlerbuch reflektiert die sinnliche Qualität der Malerei und den experimentierfreudigen Umgang mit dem grossen kunstgeschichtlichen Thema. Die Auflage von 841 Exemplaren ergibt sich aus der Spielerei mit der Zahl 29. Dabei variiert die Abfolge der 29 Porträts, wodurch jedes Exemplar zum Unikat wird. Begleitet wird die Bildserie von einem Essay.

Klodin Erb vertritt mit ihren vielschichtigen Bildern eine wichtige Position in der aktuellen Schweizer Kunstszene. In der Zusammenführung rätselhafter, bisweilen ironisch-humorvoller Motive und einer gestischen, neoexpressiven Bildsprache zeigt sich eine lustvolle Auseinandersetzung mit der Malerei. Kennzeichnend ist dabei eine unbefangene Bezugnahme auf Motive vergangener Epochen, die hinterfragt und spielerisch neu interpretiert werden. Mit nonchalanter Leichtigkeit verbindet die Malerin motivische Versatzstücke zu traumwandlerischen Bildwelten, die viel von der Verletzlichkeit unserer Zeit erzählen und unser kollektives Gedächtnis beschwören. Damit gelingt Klodin Erb der Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Werklegende: «REM», 2012, Acryl, Öl auf Leinwand, 30 × 24 cm, Courtesy Galerie Rotwand

Ausgezeichnet als eines der schönsten Schweizer Bücher 2012