Storefront

Hrsg. von Gianni und Flurina Paravicini-Tönz
Konzept: Anton Egloff
Mit einem Text (deutsch) von Anamira Jochim
Gestaltung: Camillo Paravicini
Hardcover Leinen, 14 × 20 cm, 208 Seiten
2012
ISBN 978-3-906016-02-3
CHF 36.– / EUR 30.–  

 

Anton Egloff, dessen Werk eine der stärksten und konsequentesten Standortbestimmungen der Schweizer und Innerschweizer Gegenwartskunst darstellt, zeigte ab 1963 Arbeiten im öffentlichen Raum und in Ausstellungen. Schon früh archivierte er Modelle und Skizzen seiner Projekte, baute Miniaturen gross geplanter Installationen, fertigte Entwürfe als Gedankenbrücken in die Zukunft: Beispiele, Projektionen, Parallelwerke, die als exemplarische Chronik durch sehr bewegte, veränderliche und folgenreiche Jahrzehnte der Gegenwartskunst führen. Nicht nur als Lehrerlegende an der Schule für Gestaltung in Luzern, sondern ebenso stark als sein eigenes Werk und die äusseren Umstände reflektierender Künstler setzte Egloff seine Arbeiten stets in zeitliche und gesellschaftliche Bezüge, die sich aus den Archiven auf spannende Art herauslesen lassen.

Das Buch «Storefront» zeigt 80 Arbeiten, Situationen, Zusammenstellungen aus den Jahren 1968 bis 2002, in flache Sperrholzkisten montiert, die ohne chronologische Ordnung an Wänden hängen, auf dem Boden liegen und in Regalen untergebracht sind. Leichte, fragile Materialien tragen schwer scheinende Körper- und Raumentwürfe; zurückhaltende Farben und Strukturen entbehren nicht der inneren Gewichtung künstlerischer Untersuchungen. Storefront ist ein äusserlich bescheidenes und mobiles, aber ästhetisch und kunstgeschichtlich wichtiges, überzeugendes Werk, das, scheinbar nebenbei, zu einer Freude des Sehens und Entdeckens verführt.